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ELENI MANOLOPOULOS

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Rot  (Hunger)

  

Liebe und Eros sind von einer negativen Distanz geprägt – einer Leerstelle, die sie erst selbst eröffnen. „Denn der geliebte Mensch ist der abwesendste Mensch von allen, weil er nie nah genug sein kann“, schreibt der tamilisch-deutsche Autor Senthujan Varatharajah in seinem Roman Rot (Hunger), 2022. Der eigene Körper markiert dabei eine Grenze, die absolute Nähe zum Anderen unmöglich macht.

Dieser Konflikt findet im Motiv des Kannibalismus eine symbolische Auflösung:  

Durch das Einverleiben des Anderen werden die physischen Grenzen aufgehoben. In diesem Sinn ist der Menschenfresser (Anthropophagos) ein Liebender. Liebe trägt nach Varatharajah somit ein zerstörerisches, ein inhärent negatives Potenzial in sich. Erst durch die Markierung des Selbst und das Setzen von Grenzen entsteht das Andere als Negation des Eigenen. Die Distanz zwischen Selbst und Anderem macht wahre Nähe überhaupt erst möglich – eine Nähe, die stets die Auflösung der Grenze verlangt.

​Meine Arbeiten zeigen Fotografien meines Körpers. Sie zeigen ihn als Objekt, „als Fleisch geboren“, wie Varatharajah formuliert. Sie zeigen seine Grenzen. Linien und Wörter durchschneiden den Körper.

Denn Sprache ist in ihrem Wesen diskriminierend: Sie unterscheidet und zieht Grenzen zwischen und um Entitäten. Im Bereich der Sprache existiert das Endliche, das Seiende, das Sterbliche.

Das Nichtseiende hingegen hat keine Sprache, weil es keine Umrisse kennt und keine Grenzen besitzt. Wörter trennen und differenzieren – so wie auch der Körper die Liebenden trennt, sie voneinander scheidet und sie damit erst wirklich einsam macht.

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Eleni Manolopoulos

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Eleni Manolopoulos   
- 2005, Berlin
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- Universität der Künste Berlin

- Ausstellungen:
  

    2026 Griesebach Berlin

   2026 Kunstverein Heppenheim ev.
   2026 Jüdisches Museum Frankfurt, Grid/Axis

   2026 NEO VogelART LAB, Nizza, courage en couleur

   2025 Liebermann-Villa, Duoausstellung

   2025 Alte Münze, Jüdische Kunstschule Gruppenausstellung

   2025 Radierverein München, Gems

   2025 Heilandskirche Moabit, Transmute

   2025 Alte Münze, Jüdische Kunstschule Gruppenausstellung

   2024 Friese Galerie, Walter Stöhrer Ausstellung

   2024 Die Möglichkeit einer Insel, Light in November

   2024 Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung, Stand jetzt II

   2024 Raab Galerie, Prints

   2023 Dorothea Konwiarz Stftung Berlin, Empty Set

   2023 Dorothea Konwiarz Stiftung Berlin, Painting for Doro

   2023 Liebermann-Villa, Die Zukunft für sich

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- Auszeichnungen und Stipendien

  

   2026 Nominierung für den Schulz-Stübner Preis

   2026 Nominierung für den Monom Art Prize

   2025 Nominierung Gems Grafik Wettbewerb

   2024 Nominierung IBB Preis für Fotografie

   2024 Walter Störer Preis für Druckgrafik

   2023 Dorothea Konwiarz Stipendium für Malerei

   Seit 2021 Cusanuswerk Stipendium für Bildende Kunst

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- Publikationen und Presse

    

   2025 Buch zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung, Dorothea      

             Konwiarz Stiftung, Katalog

   2025 Walter Stöhrer Stiftung, Stand Jetzt#2, Katalog

   2023 Klasse Streuli in der Liebermannvilla, Katalog

   2023 Deutschlandfunk, Thorsten Jantschek, Frauenförderung in der  

             Kunst, Interview (https://www.deutschlandfunkkultur.de/frauen

             foerderung- in-der-kunst-dlf-kultur-7980cc25-102.html)​

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